Göttinnen – wie schön wir sind

Wir Frauen sind Göttinnen – wir haben es nur über die Jahrhunderte vergessen und dem männlichen Prinzip Macht über uns eingeräumt. Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob die Männer das so wollten? Ich denke, sie waren einfach Teil des Geschehens und haben geschehen lassen. Nicht, dass sie sich damit aus der Verantwortung schleichen könnten, nein, sie sollten nur wissen, dass sie damit niemandem auf diesem Planeten einen Dienst erwiesen haben, am wenigsten sich selbst und unserer Mutter Erde.

Ganz langsam, aber beständig, rutscht jedoch ein neues Bewusstsein derWeiblichkeit nach oben. Unaufhaltsam bahnt es sich seinen Weg durch das Urgestein, über die Geröllhalden ans Licht. Gemeint ist nicht die Karrierefrau, die sich die männlichen Attribute zu eigen macht, gemeint ist die Frau von nebenan, die mutig ihre Verletzlichkeit zeigt, die ihrer wahren Stärke zugrunde liegt. Natürlich kann diese Frau auch selbstständig oder auf einer Chefetage zu Hause sein, der kleine Unterschied liegt allein im weiblichen Ausdruck des Seins. Zulange haben wir Frauen gekuscht und unsere wahre Essenz verleugnet. Daran ist nichts Verwerfliches, woher hätten wir es denn wissen sollen? Unsere Großmütter und Urgroßmütter haben uns vorgelebt, wie wir als Frauen zu leben haben, besonders in Hinsicht auf die Männerwelt. Frauen haben sich lange Zeit aufgegeben und waren um das Wohl des Mannes mehr besorgt als um ihr eigenes. Ihm sollte es gut gehen, an nichts mangeln – wir haben uns dabei verloren und uns schutzlos ausgeliefert. Im Außen ist nicht einmal mehr der Mann heutzutage in der Lage, die Frau zu schützen. Zuviel stürmt auf ihn ein! Und die Frau an seiner Seite oder die, die es werden will, ist sich ihrer eigenen weiblichen Kraft nicht bewusst. Wenn diese weibliche Urkraft wieder erblüht, wird auch der Mann entlastet und kann sich seinen Aufgaben widmen, die bei weitem nicht alleine darin bestehen, Karriere zu machen oder das Geld nach Hause zu bringen.

Früher hatten wir Frauen viele Göttinnen, heute haben wir Models, Stars und Sternchen und die gesellschaftlich gekrönte Idealfrau zum Vorbild. Überall ist sie abgebildet, die Traumfrau! Kein Wunder, dass das Gros der vielen, wunderbaren und einzigartigen Frauen glaubt, da nicht mithalten zu können. Die Wertigkeit der Individuen bleibt dabei unbenommen, sind sie doch selbst meist Opfer der Medien und Finanzen. Das Wertesysteme ist durcheinandergeraten, Mode, Kosmetik, Figur, Konsum – das sind die Illusionen, die die weibliche Kraft in Schach halten. Und in der Tat – wir sind beschäftigt! Wir sind so beschäftigt damit, dass wir unser göttliches Frau sein dafür aufgeben. Dabei schreit alles in uns nach Anerkennung und Liebe. „Na ja“, werden nun viele denken, „ich werde doch geliebt. Ich habe einen Mann und wunderbare Kinder“. Ja, das mag sein und auch, dass du wirklich geliebt wirst, vielleicht sogar um deiner Selbst willen. Dann kannst du dich schon sehr glücklich schätzen. Der feine Unterschied jedoch wird kaum bemerkt. Wir Frauen sind die Macher, die Kreativen, die Hüterinnen unserer Erde mit all ihren Geschöpfen. Ich glaube, der Mann heutzutage dürstet danach, sich ein wenig anlehnen zu dürfen, sich ausruhen zu dürfen. Stattdessen fühlt er sich gejagt und gehetzt, gejagt von seinem Chef, gehetzt von seinem Streben nach Erfolg, beruflich und privat. Sein wahrer Sinn und seine Sehnsucht bleiben oft auf der Strecke. Wir Frauen beklagen uns gerne über ihn, weil er uns vernachlässigt und einfach nicht reden will. Doch es sei zu bedenken, auch bei Männern läuft ein altes Programm ab, das sie von Generation zu Generation weitergeben. Männer sind cool, haben alles im Griff und sollten möglichst keine Gefühle zeigen. Gut und schön, aber all diese Verirrungen in der Polarität bringen uns nicht weiter, bzw. haben dazu geführt, dass Partnerschaften, bis dass, der Tod sie scheide, fast nicht mehr möglich sind.

Unsere Mütter konnten sich früher kaum von einem ungeliebten Ehemann trennen, das hätte die gesellschaftliche Ächtung nach sich gezogen. Oh ja – sie waren stark, haben es durchgezogen, sie verdienen unser aller Respekt! Die moderne Generation Frau hat es da schon besser, sie verdient ihr eigenes Geld und kann sich auch als alleinstehend oder geschieden in unserer Gesellschaft behaupten, zumindest in unserer westlichen Gesellschaft. Dennoch bleibt die Frage: „Ist SIE in ihrer Kraft, verbunden mit dem Planeten, mit dem Universum?“ Spirituell gesehen, wird das Weibliche stets mit dem Wasser verbunden. Nichts zeigt das faszinierende Phänomen der Weiblichkeit so gut wie das Element Wasser. In jedem einzelnen Tropfen ist die Magie eines ganzen Ozeans verborgen. Jede Frau trägt diesen Funken Göttlichkeit in sich, der ihr den Zugang zum Wissen des ganzen Universums ermöglicht. Das Beste, was eine Frau für sich, für ihre Lieben und für das Wohl aller tun kann, ist diesen göttlichen Funken zu entdecken und ihn zu leben.

Im Endeffekt ist diese Entwicklung ohnehin nicht aufzuhalten, sie ist gewollt! Das Bewusstsein wird sich dahingehend ändern und die Pole wieder ausgleichen. Ein Zuviel an einem Pol hat auf Dauer verheerende Auswirkungen. Eine Austarierung findet schon seit langem statt. Unmerklich und vor unser aller Augen verborgen, macht sich in den Tiefen der weiblichen Seele eine neue, oder sagen wir eher eine uralte, Kraft, bemerkbar – die Kraft der Göttin. Viel beschrieben und sagenumwoben handelt es sich um die Wolfsfrau, um die weise Alte oder um eine der unzähligen Göttinnen aus der Mythologie. Sie alle haben eines gemeinsam, sie bilden eine Urkraft, die in jeder von uns steckt, die frei ist und nicht gezähmt werden kann. Diese ungezügelte Kraft ist nicht zerstörerisch, wie das vielleicht anmuten mag, nein, sie ist vollkommen und heilbringend für die gesamte Schöpfung.

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