„Freiheit“ nimmt sich die Freiheit

Freiheit ist das höchste Gut des Menschen und der einzige Wert der eines Menschen wirklich würdig ist. Freiheit beinhaltet alle anderen Werte! Doch die wenigsten unter uns sind frei, frei im Sinne von Selbstbestimmung.

Schönheit nimmt sich die Freiheit, selbst zwischen Asphalt zu gedeihen

Schönheit nimmt sich die Freiheit, selbst zwischen Pflastersteinen zu gedeihen

Die meisten Menschen leben fremdbestimmt oder ahmen andere nach, nur ein winziger Teil kommt der Idee der Selbstbestimmung einigermaßen nahe und noch weniger leben sie. Selbstbestimmung bedeutet in erster Linie Verantwortung, die totale Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Dazu gehören, eigene Meinungen haben, eigene Ideen entwickeln, bei sich selbst nachspüren, ob sich etwas richtig oder falsch anfühlt, Dogmen ablegen, kreativ sein, neue Wege gehen und die Konsequenzen daraus ziehen. Wir sind auf dieser Welt, um uns immer wieder neu zu erschaffen. Es geht nicht darum dieses Leben möglichst gut über die Bühne zu bringen, es geht darum, uns selbst zu erschaffen. Manche mögen nun sagen: „Das geht mir zu sehr in die spirituelle Richtung“ – und damit mögen sie richtig liegen! Denn was bleibt, wenn wir diesen Planeten verlassen müssen? Auch weiß keiner, wann uns das Ende ereilt? Zurück bleibt der Geist, der Spirit, der niemals verloren gehen kann, unsere Seele.

 

Nein, es kann sich nicht jeder selbstständig machen, im Sinne des oben angeführten Gedankens, aber jeder kann selbstständig für sich entscheiden und sein Leben erschaffen. „Wie soll das denn gehen? Ich habe Frau und Kinder! Ich muss Geld verdienen!“ Ja, das stimmt, in unserer Gesellschaft ist Geld das Zahlungsmittel. Wenn wir etwas haben wollen, müssen wir dafür bezahlen. Wer Geld hat, genießt finanzielle Freiheit und kann sein Leben entsprechend seinen Bedürfnissen und seinen Vorlieben ausrichten. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, denn nicht alle, die über große, finanzielle Mittel verfügen, sind auch frei. Selbst im kleinsten Dorf und im ärmsten Slum gibt es immer auch einen, der reich ist, und zwar reich an innerer Freiheit. Es gab und gibt sie, die vielen Männer und Frauen, die unserer Welt gezeigt haben, wie persönliche Freiheit geht! Manche von ihnen sind berühmt und jeder kennt sie, manche sind unscheinbar und wir werden sie niemals kennenlernen. Und doch – alles ist mit allem verbunden! Und wenn nur einer Freiheit lebt, dann erklingt dieser wunderbare Ton im ganzen Universum. „Im Großen wie im Kleinen“, alle haben daran teil, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

 

Überall da, wo Menschen gefangen sind, liegen wir mit in Ketten, obwohl wir vermeintlich frei sind. Überall dort, wo die Freiheit des Menschen beschnitten wird, wird auch seine Würde beschnitten, das kommt einem Machtentzug gleich. Der Mensch ist sich seiner eigenen Macht nicht mehr bewusst, fühlt sich ausgeliefert und ohnmächtig, ja – gefangen!

Menschen sind auch Gefangene ihrer eigenen Erwartungen und Glaubenssätze und vor allem ihrer Angst. Wieder bei der Spiritualität angelangt, die uns lehrt, dass für alle gesorgt ist, keiner muss Mangel leiden. Der Mangel und das Leid auf unserer Welt ist man-made, von Menschen gemacht – wir haben es so entschieden und wenn wir es nicht selbst entschieden haben, dann haben wir unsere Stimme abgegeben und andere entscheiden lassen.

 

Menschen mit viel Geld und Einfluss haben normalerweise kein Mangeldenken. Sie denken anders! Sie gehen immer davon aus, dass alles im Überfluss vorhanden ist. „Gleich zu Gleich gesellt sich gerne“, das ist Resonanz. Menschen, die frei sind, haben keine Mangelgedanken, auch wenn sie kein Geld haben. Sie haben stets genug von allem, was sie brauchen und sie vertrauen darauf, dass das immer so sein wird. Wahre Freiheit kommt von innen, sie ist das pure Leben! Sie ordnet sich nicht unter, auch wenn es augenscheinlich manchmal so erscheinen mag.

 

In unserer Welt zählen die materiellen Werte, die dann rein äußerlich einen Freiheitsgedanken zur Schau stellen. Dabei sei gesagt, es geht immer um die Dinge hinter den Dingen! Was will mir mein Traum vom schnellen Auto sagen? Was mein Wunsch nach einem riesigen Haus oder einer Yacht? Würden wir dies wirklich und ehrlich hinterfragen, bekämen wir als Antwort eine Qualität, die wir gerne hätten, eine Herzensqualität, ein Gefühl. Das heißt nicht, dass das materielle Gut verwerflich wäre, nein, es geht einfach nur darum, dass jemand auch ohne Auto und ohne Yacht, diese dahinterstehende Qualität bereits in sich tragen kann. Wie schnell ist unsere Begeisterung an einem lang ersehnten Spielzeug verflogen, wenn wir es dann endlich besitzen? Unsere innere Leere bleibt und wir versuchen, das sofort auszugleichen und machen uns auf die Jagd nach neuer Beute. Wahre Freiheit beruht auf dem Sinn, nichts zu brauchen und auch nichts zu erwarten! Wahre Freiheit ist eine Art unkaputtbare Glückseligkeit – streben wir nicht alle danach?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s