Selbstliebe löst die Erstarrung

Leben ist Fließen, nicht Stillstand! Und doch – wie oft schmerzt das lähmende Abwarten in unserem Herzen, das Untätigsein, die eigene Hilflosigkeit einem Menschen oder einer ungeliebten Situation gegenüber? Wir entscheiden uns für das Abwarten, die Hoffnung nach Besserung, wir wählen den Stillstand!

 

Was aber, wenn wir Veränderung wollen, aber keine Möglichkeit dazu sehen? Gute Frage und mit Sicherheit auch eine der meist gestellten Fragen auf unserer Erde! Wir krallen uns an unserem bisschen Leben fest und wollen nicht loslassen, wir zählen jeden Pfennig unseres Minieinkommens zweimal, ja dreimal und es reicht doch nicht für unsere Wünsche. Wir erlauben uns nicht einmal mehr zu träumen, denn das weckt nur unnötige Sehnsüchte, die sich dann irgendwo im Solarplexus bemerkbar machen. Wir deckeln uns hinunter auf ein Minimum und damit sinkt auch unsere Lebensfreude in den Keller. Wir fallen in ein Loch! Da wieder herauszukommen, erscheint schier unmöglich, unsere Lage ist aussichtslos! Mit jedem Fortwischen unserer wahren Gefühle tun wir uns selber weh! Wir nehmen uns nicht ernst und denken, das darf nicht sein. „Nein, ich will das alles nicht spüren, ich habe Angst vor solchen Gefühlen, es tut weh!“ „Eigentlich habe ich doch alles!“ Es geht mir doch eigentlich gut!“ „Man darf nicht undankbar sein!“ Mit jeder Aussage, ja sogar mit jedem derartigen Gedanken verleugnen wir uns selbst, wir verleugnen unser Innerstes, unsere ureigene Wahrheit, das, was wir wirklich sind. Wir lieben uns nicht, wir verurteilen uns für all das, was in uns ist. Wir wollen die negativen Gefühle nicht haben, wir wollen sie nicht hochkommen lassen, nicht fühlen!

 

Ob ein Gefühl negativ oder positiv ist, unterliegt dem Wertesystem, entweder dem unserer Gesellschaft, unserem eigenen oder beiden! Gefühle sind einfach da und wir sollten ihnen dankbar sein, denn sie erfüllen die Wegweiser-Funktion in unserem Leben. Manche Menschen quälen sich von Situation zu Situation, von einer schwierigen Partnerschaft in die nächste, von einem verhassten Job zum anderen, ja, sie quälen sich quasi durch ihr ganzes Leben. Anstatt dieses Unwohlsein wirklich einmal zu betrachten, im Herzen zu fühlen, in seiner ganzen Dimension wahrzunehmen und sich selbst für all das Schlimme und Ausgehaltene einmal in den Arm zu nehmen, schieben sie das Ungemach wieder und wieder in ihren eigenen Abgrund zurück, was zur Folge hat, dass sie davon noch viel mehr bekommen. Auf ein Wunder warten? Ja, das geht – aber Wunder gehen stets mit einer inneren Neuausrichtung einher! „Genau Hinschauen“, heißt das Zauberwort und sich selbst annehmen mit allem, was ist.

 

Erstarrung ist ein Zustand, der dem Leben fern ist. Erstarrung ist der Schock vor der eigenen Größe! Wir haben mehr Angst vor unserer eigenen Größe als vor unserem Untergang und deswegen setzen wir lieber auf Stillstand, auf das, was wir zwar nicht mögen, aber kennen! Das Leben ist ein einzigartiger Fluss, von dem keiner weiß, wohin er führt. Sicherheiten und Versprechen halten uns an den schlammigen Ufern, während das reine Quell des Wassers an uns vorüberfließt. Manchmal schauen wir den Strömungen und dem Spiel der Strudel sehnsüchtig nach, um dann doch wieder an den alten Ufern zu bleiben. Das Fatale daran ist, dass unser Aufenthalt hier auf der Erde irgendwann zu Ende geht und wir auf diese Art und Weise nie das Meer erreichen werden. Letztendlich haben wir gar nichts erreicht, denn wir haben unseren Lebensplan verpasst. Freilich werden wir wieder die Möglichkeit bekommen und ein neues Dasein auf dieser Erde fristen, aber wäre es denn nicht so viel schöner und spannender, den wilden Fluss gleich jetzt zu bereisen?

 

Hilflosigkeit und Angst machen sich breit, besonders in diesen Tagen. Absurd in unserer Wohlstandsgesellschaft, aber eine Tatsache! Mag es an den hohen, energetischen Schwingungen liegen oder an einer Verschiebung der Erdachse, die turbulenten Wasser reißen an unseren Armen, Beinen, drücken unsere Köpfe unter Wasser und zerren an unserer Seele. Mit voller Wucht treffen uns die Wellen und Stromschnellen und doch – wir lassen nicht los, wir halten den Mangel mit Händen und Zähnen fest! Helfen wird es vermutlich nichts, denn im neuen Zeitalter ist Fließen angesagt. Oh ja, „wer loslässt, hat zwei Hände frei“, wie oft kommt mir dieses Zitat in den Sinn! Nun begreife ich zwar den Sinn der Aussage, aber die Angst lähmt die Botschaft und will sie nicht am Verstand vorbeilassen. Ich glaube, es gibt nur einen Weg aus der Erstarrung und das ist die Entdeckung der Selbstliebe und damit gleichzeitig der universellen Liebe, die allem zugrunde liegt! Hat der einzelne Mensch, diesen Akt in seinem Herzen vollzogen, dann werden sich ungeahnte Wege auftun, von denen er und wir alle bis dato noch nicht einmal geträumt haben.

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2 Antworten zu Selbstliebe löst die Erstarrung

  1. connysblog schreibt:

    Du schreibst mir so sehr aus der Seele 🙂 Toll 🙂

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