Von den scheinbar unsichtbaren Vorzeichen, der Wahrheit, den Brückenfrauen, den Brückenmännern und dem chaotischen Spiel der Emotionen

Unser ganzes Leben ist voller Symbolik, voller Zeichen, nur sehen wir sie meist nicht. Die Welt um uns herum spricht mit uns, nur hören wir sie einfach viel zu selten. Die Düfte der Jahreszeiten, der Pflanzen, Blumen und Früchte laden uns zum Riechen und Schmecken ein, doch vor lauter Hektik ignorieren wir diese zarten Genüsse der Natur. Unser Bewusstsein ist auf Alltag gepolt!

Die Liebe ist die höchste Emotion, die ein Mensch erleben kann. Sie lässt uns in den höchsten Sphären schweben, kann uns aber auch ganz schnell wieder zurück auf den harten Boden der Tatsachen befördern. Völlig zerschlagen unten angelangt, fragen wir uns dann: „Wie konnte das passieren? Habe ich etwas übersehen, ein Zeichen nicht beachtet?“ Und in der Tat, ist das häufig der Fall! Selbst wenn im Rausch der Gefühle, Impulse namens „Unwohlsein“ oder „ungute Vorahnung“ aufkommen, so unterdrücken wir sie doch sofort: „Nicht jetzt, wo alles gerade so schön und wunderbar ist! Geh weg!“ Doch Liebe ist Wahrheit und was nicht wahr ist, wird unser Leben wieder verlassen. Falls Sie einmal nicht sicher sein sollten, ob Sie jemanden lieben oder geliebt werden, dann können Sie sich immer die Frage stellen: „Was ist die Wahrheit in dieser Situation?“, und Sie werden die richtige Antwort bekommen.

 

Nun zu den Brückenfrauen! Eine Brückenfrau ist sozusagen die Frau an seiner Seite für eine gewisse Zeit, manchmal sichtbar für die Öffentlichkeit, manchmal auch nicht. Die Welt ist voller Brückenfrauen und viele erreicht das gleiche Schicksal. Der Held freut sich über die Brücke, weil er momentan nicht Schwimmen kann. Trennungen, Liebeskummer, das Gefühl des Alleinseins, es gibt viele Gründe, warum Männer sich mit Frauen einlassen, die sie nicht wirklich lieben. Das ist zunächst nicht verwerflich, nur wenn es dem Objekt seiner Begierde nicht bewusst ist, dann wird es an dieser Stelle einmal schmerzen. Dazu gesellt sich gerne noch ein anderes, sehr weibliches Phänomen. Die typische Brückenfrau drängt sich geradezu auf, weil sie ihm in dieser Lebenslage gerne helfen möchte. Natürlich hat sie sich längst in den sympathischen Kerl verliebt und hofft, dass sie diejenige welche ist. Doch wie heißt es so poetisch: „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ Über kurz oder lang stehen die Emotionen unserer Brückenfrau Kopf, denn sie spürt insgeheim bereits, dass er nicht mit Leib und Seele auf sie steht. In den kritischen Momenten zieht er sich zurück, er wird nicht konkret, das Verhältnis bleibt schwammig. Nicht, dass er sie nicht mag oder nicht begehrt, nein, aber tief in seinem Inneren weiß er, sie ist eben nicht die Eine, bei der er bleiben möchte. Das ist harter Tobak, liebe Brückenfrauen – aber mal ganz ehrlich, Sie spüren das, oder? Sie haben die versteckten Zeichen längst erkannt und Sie fühlen sich nicht bei ihm geborgen, nicht wirklich geliebt? Es hilft auch nichts – es ist, wie es ist! Liebe lässt sich nicht erzwingen, selbst wenn Sie noch so lange ausharren und auf ein Wunder warten.

 

 

Da gibt es aber auch noch die andere Art Frau, die ganz anders tickt. Denn ist sich eine Brückenfrau ihrer Rolle bewusst, dann kann sie genau mit diesem Mann eine wunderschöne Zeit verbringen. Dieses Bewusstsein wäre zudem der einzige Garant, der überhaupt einmal einen gemeinsamen Lebensweg ebnen würde. Alles Tricksen nützt nämlich gar nichts! Und vor der Wahrheit weglaufen oder sie Nichtsehen wollen, ist auch keine Lösung. Es ist die Angst, die sich hier spiegelt. Sie wollen ihn nicht verlieren und deswegen stellen Sie ihm nicht die Gretchen-Frage. Diese Angst will gefühlt werden, erst dann wird sie ihren Schrecken verlieren. Was noch schwer wiegt? Sie wissen, dass er nicht um Sie kämpfen wird, wenn Sie die Beziehung beenden. Ein scheußliches Gefühl! Doch nur was wahr ist, wird in Ihrem Leben bleiben, alles andere wird gehen oder Sie werden es über kurz oder lang ohnehin verlassen – freiwillig oder unfreiwillig!

 

Sei es drum – eine Brückenliebe ist nicht besser oder schlechter als jede andere Liebe und keiner ist vor ihr gefeit. Außerdem – wir Frauen holen uns auch eine starke Schulter, wenn wir uns bedürftig wähnen und uns nach Liebe sehnen. Und auch wir ahnen oft schon von Anfang an, dass er nicht unser Herzensmann ist. Dennoch – Brückenfrauen und Brückenmänner werden dringend gebraucht! In den Stürmen des Lebens sorgen sie dafür, dass unser Dasein wieder lebenswert wird. Sie tun uns gut, genau in dem Moment, in dem wir sie brauchen! „Achtsamkeit“ heißt das Zauberwort! Kein Mann, keine Frau will Sie bewusst ärgern oder verletzten. Jeder Mensch tut im gegenwärtigen Zeitpunkt stets sein Bestmögliches! Ja – und ohne Brücke kommt nun mal keiner über einen reißenden Fluss! Das Leben bleibt spannend!

 

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