Vom Abwägen, dem Risiko und der richtigen Entscheidung

Die Entscheidung triffst du


Wenn wir andere um Rat fragen, wollen wir oft Verantwortung abgeben. Dabei – kein Mensch auf diesem ganzen Erdenrund weiß, was für uns gut ist, das wissen nur wir selbst.

Andere können uns Impulse geben oder einen Prozess anstoßen, losgehen müssen wir alleine. Wenn die Not am größten ist, stehlen wir uns gerne aus der Verantwortung. Am liebsten wäre es uns, wenn andere jetzt entscheiden. Wir drücken uns vor der Verantwortung. Besonders dann, wenn es um die großen Lebensschritte geht, wie Jobwechsel, Scheidung oder andere schwerwiegende Entscheidungen. Alles Dinge, die unser Leben von Grund auf verändern und wir wissen noch nicht in welche Richtung. Etwas Altes geht zu Ende, aber das Neue ist noch nicht da. Das ist wie Schweben im luftleeren Raum, es macht Angst. Dennoch – es gibt kein Zurück, auch das ist klar. Ich glaube in der heutigen Zeit sind sehr viele Menschen in dieser Luftblase, so wie es ein Freund von mir einmal ausdrückte. Das Gefühl ist merkwürdig, man ist weg, aber noch nicht angekommen. Dies gilt es dann auszuhalten, wie lange auch immer der Prozess dauert. Klare Absichten oder Entscheidungen würden das erheblich beschleunigen oder sogar die Blase zum Platzen bringen. Aber was tun, wenn noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist?

 

Dieser Schwebezustand ist fatal und nur schwer auszuhalten. Er ist zu vergleichen mit einem Arztbesuch, bei dem eine heikle Untersuchung ansteht, deren Ergebnis aber erst in einer Woche zu erwarten ist. Diese eine Woche kann zur Hölle werden, weil wir im luftleeren Raum schweben, im Raum des Nichtwissens, im Raum der Unsicherheit. Da ist die Angst vor der Diagnose und unser Gehirn malt bereits Dämonen an die Wand. Für die meisten Menschen ist das ein schier unerträglicher Zustand. Unerträglich deswegen, weil wir nicht wissen, was los ist. Wenn wir nichts greifen können, dann wissen weder unser Bewusstsein noch unser Unterbewusstsein wohin? Niemand kann uns diese Last abnehmen! Es ist unser Päckchen und wir müssen es alleine tragen. Das Einzige, was wir haben, ist unser Urvertrauen!

 

So ist das auch mit den großen Entscheidungen in unserem Leben. Selbstverständlich können wir um Rat fragen, unseren Partner, unsere Freunde, unsere Eltern oder Experten in dieser Angelegenheit, aber entscheiden müssen wir selber. Selbst das Für und Wider abzuwägen hilft nicht immer, denn auch wenn für den Verstand die Sache klar ist, so muss unser Bauch da noch lange nicht mitspielen – oder umgekehrt. Ganze hundert Prozent gibt es selten, es bleibt immer ein Quäntchen offen, das wir nicht kalkulieren können. Das geht sogar Managern in Konzernen so, das Risiko begleitet sie bei jeder Entscheidung. Nicht zu entscheiden, ist letztendlich auch eine Entscheidung! Sie ist jedoch nur allzu oft ein fauler Kompromiss. Wir scheuen uns Hopp oder Topp zu sagen und bleiben da, wo wir sind, wohl wissend, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist. Auch das folgt zuweilen einem höheren Sinn, wir sind noch nicht soweit und müssen noch ein paar Stationen durchlaufen, bis wir das für uns regeln können.

 

Dennoch – kein Mensch kommt ohne Entscheidungen durch dieses Leben! Und wenn wir uns doch einmal fehl entschieden haben? Na und! Aufstehen, die Richtung ändern und weitermachen! Fehler zu machen, ist kein Makel, zumal diese Wertung ohnehin nur in unserem polaren Denken existiert. Ganz im Gegenteil, im Nachhinein sind sie oft der Schlüssel zum Glück!

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