Die Dinge hinter den Dingen sehen

Unser erster Blick nimmt nur das Vordergründige wahr

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Ja, es gibt sie – die sagenhafte Liebe auf den ersten Blick! Das ist etwas Wunderbares, es ist ein Geschenk! Dennoch wird es für die meisten von uns so sein, dass sie ein zweites Mal hinsehen müssen, um die Liebe ihres Lebens zu erkennen.

Das Vordergründige steht, wie sein Name schon sagt, als erstes im Fokus. Es ist nicht so, dass es sich vordrängen will, es folgt nur der persönlichen Wahrnehmung des Einzelnen. Wir sehen nur, was wir sehen wollen oder was wir zu sehen erwarten. Wir erleben die Welt, hübsch aufgeteilt in unserem Wertesystem und trotzen zunächst all den anderen Erscheinungen, die sich uns zeigen wollen. Die Erfahrungen unseres Lebens versperren uns die Sicht und wir übernehmen die Sichtweisen der Gesellschaft, der Medien und auch die, von Personen aus unserem Umfeld. Wir betrachten die Welt und unser Gegenüber selten objektiv, sondern überwiegend subjektiv.

„Nichts ist so, wie es scheint“

Wenn wir traurig sind und durch die Natur gehen, dann sehen wir nicht einmal die Blumen und das Spiel der Schmetterlinge am Wegesrand. Die Welt erscheint uns trübe und grau. Sind wir dagegen glücklich, dann strahlt das Licht der Sonne durch jede Wolkenlücke. Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sie sehen wollen. Wir erzeugen unsere Welt sozusagen aus unseren Gefühlen und Gedanken. Das hat massive Auswirkungen, denn unsere Wahrnehmung der tatsächlichen Wirklichkeit rangiert nur noch auf einer Skala von „klitzeklein bis klein“. Das heißt, wir nehmen nur einen Bruchteil dessen wahr, was um uns herum geschieht. Die Perspektive, die Vorschläge, Lösungen, Ideen und Neues in unser Leben bringen würde, ist für uns unsichtbar. Und zwar solange, bis wir einen Schritt zurücktreten, eine andere Ebene aufsuchen und von dort aus sehen lernen. Im Normalfall sind wir jedoch viel zu beschäftigt mit unseren fiktiven Gebilden, die eben nicht von dieser Welt sind. Deswegen dauert „unglücklich sein“ auch oft so unerträglich lange. Sprichwörtlich entgeht uns nicht nur die Schönheit eines Regentropfens an der Scheibe, sondern auch die gute Gelegenheit, die eben an uns vorbeigelaufen ist, in welcher Form auch immer.

Das Verborgene sehen

Achtsamkeit führt uns zum „Ding hinter dem Ding“. Dieser Weg führt direkt zu unserer inneren Stimme. Es ist nämlich nicht so, dass diese Stimme ausschließlich spricht, nein, sie schickt uns auch Impulse, Menschen, Situationen, Visionen, Gerüche, Gefühle und Bilder. Sie kommuniziert geschickt auf allen Sinnen. Doch nur wenn wir achtsam sind, sind wir auf derselben Frequenz und können sie von den unzähligen, anderen Stimmen, die in uns plappern, unterscheiden. Wenn wir gewahr sind, dann treten wir innerlich einen Schritt zurück. Wir betrachten die Dinge und sind nicht weiter in ihnen gefangen. Von dieser sehr viel höheren Warte aus, erkennen wir das Verborgene. Diesem Geheimnis kommen wir aber nur auf die Spur, wenn wir ruhig und verbunden mit uns selbst sind. Es ist so ähnlich, wie zwischen den Zeilen eines Buches zu lesen oder die Botschaft hinter den Klängen der Musik zu hören.

Das Schöne daran, wir können selbst entschieden, was wir wahrnehmen wollen. Wir müssen nur unser Herz öffnen und unsere Vorurteile und Wertungen dem Wind übergeben. Es braucht Übung, aber es lohnt sich – und wenn es uns wieder einmal nicht gleich gelingen will, dann eben beim zweiten oder dritten Mal!

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