Du musst deinen „inneren Schweinehund“ überwinden!“ Muss ich das? Und wer ist das überhaupt?

Wie komme ich eigentlich auf diese Frage?

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Ganz einfach, heute morgen dachte ich mir „du solltest mal wieder ins Fitnessstudio gehen!“ Jetzt ist es aber nicht so, dass ich ungern gehe, nein – im Gegenteil, sondern ich hatte in den letzten Tagen einfach keine Zeit. Dieser kurze Dialog mit mir selbst warf diese Frage in mir auf und dabei kam folgendes heraus:

Den „inneren Schweinehund“ zu überwinden, ist etwas ganz anderes, als seine Komfortzone zu verlassen oder über seinen Schatten zu springen. Ersteres, also die Sache mit dem „inneren Schweinehund“, wird vom Verstand gesteuert, Letzteres von Herz und Seele.

Wer sagt, dass ich meinen „inneren Schweinehund“ besiegen muss? Mein Verstand, meine Glaubenssätze, die Gesellschaft, mein Lehrer, mein Chef, mein Gegenüber oder mein Herz? Ein Muss macht Druck! Wenn mein Herz etwas will, dann muss ich nichts besiegen oder überwinden und ich brauche auch keine Motivation von Außen. Dann mache ich das einfach – es fließt!

Selbst wenn wir uns aufraffen, ein Stunde Joggen gehen und uns hinterher dann doch gut fühlen – wer fühlt sich denn dann gut? Der Verstand? „Siehst du, ich habe dir gleich gesagt, das tut dir gut!“ Er bekommt seine Belohnung in der für ihn logischen Folge. Vielleicht fühlen wir uns nur gut, weil wir gehorsam waren und auf seine Stimme gehört haben? Oder fühlen wir uns rundherum wohl und unser Herz empfindet Freude? Erst das schöne Gefühl der Einheit sagt nämlich aus: „Dazu sagt mein Herz jetzt ja“. Das Herz kennt keinen „inneren Schweinehund“, es will sich nur in Liebe weiten. Für uns Menschen ist auch das nicht immer leicht, weil es uns schwerfällt, unsere inneren Grenzen auszudehnen und uns und alles Leben mit Liebe zu betrachten. Der Unterschied, das Herz erfühlt die Welt, der Verstand arbeitet mit Fakten.

Viele denken jetzt bestimmt: „Ja, aber ich muss doch meine Steuererklärung machen“, „sollte ein paar Kilos abnehmen“, „sollte die Wohnung putzen“ oder „endlich mehr Sport“. Die Freunde sagen schon lange: „Du musst jetzt endlich mal deinen „inneren Schweinehund“ überwinden, sonst wird das nie was!“ Die Redewendung ist negativ belegt, eine Redewendung für Passivität und Antriebsschwäche. Aber Menschen sind nicht passiv! Gib ihnen nur etwas, was ihr Herz erfüllt und schon lodert das Feuer. „Sollen“ und „müssen“ sind Ideen des Verstandes!

Es ist schon komisch, manchmal da können wir uns so gar nicht aufraffen, obwohl wir sehr genau wissen, was alles getan werden müsste. Vielmehr – der Verstand weiß es – und die Welt um uns herum verlangt es und will es! Für unser Herz aber, ist das nicht wichtig! Unser Herz hat eigene Pläne. Und so brauchen wir viel Kraft, um über unser Herz hinwegzugehen. Wir bemühen den „inneren Schweinehund“, der dann wenigstens den Verstand zufriedenstellt.

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