Vom Loslassen

Ohne Loslassen findet kein Wandel statt, denn dort wo schon etwas ist, kann nichts Neues entstehen. vom Loslassen

 

Das, was das Loslassen so schwer macht, ist diese Zeit der Leere, in die wir nach dem Loslassen geworfen werden. Wie lange die dauert,

weiß zunächst niemand! Es kann ein Moment, eine Stunde, ein Tag, ein paar Wochen oder sogar noch eine sehr viel längere Zeitspanne sein. Der Raum, der sich nach dem Loslassen auftut, ist heilender und somit heiliger Raum. Der Aufenthalt in diesem heiligen Raum fällt oft sehr schwer, weil sich unser Verstand darin unwohl fühlt. Aber unser Herz und unsere Seele brauchen diese Leere, um sich ein Weilchen auszuruhen. Sie vertrauen darauf, dass außerhalb dieses Raumes bereits etwas Neues wartet. Es steht schon vor der Türe und wartet auf Einlass. Dieser wird ihm dann gewährt, wenn wir auch noch den Schmerz des Loslassens losgelassen haben. Denn jegliches Loslassen erzeugt Schmerz. Egal ob wir verlassen werden oder selber verlassen, ob wir eine Arbeitsstelle aufgeben oder uns von anderen liebgewordenen Stücken trennen, ja sogar dann, wenn wir Menschen oder Dinge loslassen, die uns nicht oder nicht mehr gut tun. Das ist deswegen so, weil wir mit all dem, den schönen und den weniger schönen Dingen, in Resonanz gegangen sind und uns erst lösen müssen.

Loslassen tut zunächst weh und es schickt uns ins Ungewisse. Im Grunde ist jedes Loslassen eine Art Initiation, denn wenn wir durch sind, sind wir auch daran gewachsen. Das Neue, das in unser Leben kommen soll, wartet nämlich genauso lange, bis wir diese höhere Stufe erreicht haben. Erst dann zeigt es sich in seiner ganzen Form und wir öffnen freiwillig die Türe.

Das Kuriose daran ist, dass wir oft schon lange wissen, dass irgendwo etwas Neues auf uns wartet und wir wissen auch, dass wir es nur haben können, wenn wir den heilenden Weg des Loslassens gegangen sind. Trotzdem halten Menschen aber oft an Partnern oder Situationen fest, die sich längst von ihnen gelöst haben. Sie wollen es nicht wahrhaben und leiden und leiden und leiden. Hier wäre Loslassen ein Akt der Selbstliebe und der Nächstenliebe, die Gnade, sich selbst zu erlösen und gehen zu lassen, was schon längst gegangen ist. Der leere Raum, der sich nach dem Loslassen auftut, wird sich nach und nach wieder füllen. Das ist das Gesetz des Wandels, dem wir bedingungslos vertrauen können.

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Eine Antwort zu Vom Loslassen

  1. fridakopp schreibt:

    Ja, sehr klar wahrgenommen und wunderbar beschrieben.
    Es ist diese Angst vor der Leere, die Menschen festhalten lässt.

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